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seit 17. 12. 2018 wird meine Dissertation zu

historischen Fahrzeuglackierungen endlich druckfrisch ausgeliefert!

 

"Kutschenlack, Asphaltschwarz und Nitroglanz"

 

kann bestellt werden bei unserem Vertriebspartner Delius Klasing

 Rezensionen aus verschiedenen Oldtimermagazinen finden Sie hier.

 

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Ich möchte allen Unterstützern dieser Arbeit von ganzem Herzen Danke sagen, ganz besonders natürlich meinem Doktorvater, Professor Volker Schaible, der sich zusammen mit mir an dieses besondere Thema gewagt und die Arbeit immer mit Rat und Tat gefördert hat. Dasselbe gilt für Tom van Endert, meinem Verleger, ohne dessen Geduld und Kreativität das nun gedruckte schöne Buch sicherlich nicht möglich gewesen wäre.

 

Darüber hinaus haben wertvolle Hilfe geleistet:

 

Joachim Ade, Archiv & Bibliothek Deutsches Museum München, Archiv Adam Opel AG, Archive der Daimler AG, Archiv Skoda SA, Dr. Berndt Bergk, Ernst-Peter Berresheim, Eddie Berrisford, Michael Bock, The Brooklands Society Archives, Michael Bross, Brice Chalançon, Cité de l’ Automobile  - Musée National Collection Schlumpf, Miles Collier, Lionel Decrey, Mario De Rosa, Peter Deuschle, Peter Diehl, Dieter Dressel, Günter Engelen, Thomas Erdmann, Stefan Felber, Scott George, Alexandra Gerhardy, Martin Geuting, Dr. Alfred Gottwaldt, René Große, Thomas Grüner, Manfred Grunert, Dagmar Haarhaus, Jay Hart, Angela Hausstätter, Sven Heering, Historisches Archiv der Adam Opel AG, Historisches Archiv der Audi AG, Historisches Archiv der Dr. h. c. ing. Porsche AG, Ulrich Hoffmann, Ralf Hornung, Dr. Fritz-Joachim Hüther, Dr. Eberhard Jägers, Dr. Elisabeth Jägers, Jaguar Heritage Trust, Dr. Christian Jenny, Dirk Johae, Roland Jordi, Bernhard Kaluza, Ernst-Ludwig Karg, Richard Keller, Markus Kern, Uschi Kettenmann, Sean Kiernan, Prof. Dr.  Peter Kirchberg, Christian Knecht, Ivana Kopeca, Dr. L. Kopecy, Dr. Monika Kopplin, Metin Kuyuncu, Lackmuseum Münster, Dieter Landenberger, The Louwman Museum, Holger Merten, Doris Meyna, Silke Meissenburg, Prof. Dr. Kurt Möser, Doug Nye, Hagen Nyncke, Joachim Ohlinger, Heiner Placke, Dr. Hans-Günter Poersch-Panke, Ulrich Poth, Raffay Autochronik, Dr. Arjan van Rooij, Daniel Rubin, Scheringianum / Archiv der Schering AG, Thorsten Schlatmann, Dr. Fred Simeone, Rainer Simons, Robert Schramm, Jens Staben, Thomas Stebich, Dr. Heinrich Stolzenbach, Jens Strobel, Dr. Monika Tatzkow, Technisches Nationalmuseum Prag, Heike Thöne, Eva Ticova, Mark Vargas, Michael Velebny, Verkehrswesen-Seminar der TU Berlin, Prof. Dr. Martin Viessmann, Ande Votteler, Rolf Wagner, Martin Waltz, Dr. Karin Weber, Julian Westpfahl, Gordon Werneburg, Dr. Bernd Wiersch, Thomas Wirth, Peter Zelm,    -  und alle weiteren Unterstützer!

 

 

 

 

 

 Hat Henry Ford tatsächlich den Nitrolack erfunden? Wie wurden Fahrzeuge mit dem Pinsel lackiert und was haben Heringe mit Autos zu tun?

Antworten darauf gibt

"Kutschenlack, Asphaltschwarz und Nitroglanz",

ebenso zu allen anderen Grundlagen von  historischen Fahrzeuglackierungen.

Vielen Dank für die Unterstützung an Tom van Endert (Karren-Verlag für Kraftfahrzeughistorische Literatur) und alle Netzwerker!

Sie haben es möglich gemacht, dass die Forschungsergebnisse meiner Dissertation nun für jeden Interessierten verfügbar werden.

 

Der Schwerpunkt der umfassenden Zusammenstellung liegt auf  Materialien der automobilen Anfangszeit, wie ölbasierten Kutschenlacken, Asphalt-, Nitrozellulose- und Kunstharzbeschichtungen. Gleichzeitig kommen aber auch "modernere" Formulierungen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert zur Sprache, wie beispielsweise Thermoplastische Acryllacke oder die Entwicklung von chemisch vernetzenden 2-Komponenten-Systemen. Mit mehr als 300 Abbildungen, ausführlich durch Quellen belegt und in einer auch für Nicht-Chemiker verständlichen Sprache werden unter anderem folgende Aspekte fundiert behandelt:

 

-     Die Kutsche wird "automobil":  Pinsellackierungen mit Materialien auf Leinöl-Basis und ihre

  Weiterentwicklung.

-     "As long as it is black":  neue Lackiertechniken für die industrielle Fertigung.

-     Kriegslacke und Ersatzmaterialien:  Fahrzeugbeschichtungen im I. Weltkrieg.

-     Du Pont DUCO:  Nitrozelluloselacke, - eine technische Revolution.

-     Die ersten Kunstharze und daraus entwickelte Neuerungen in der Beschichtungstechnik.

-     Die Auswirkungen des II. Weltkrieges auf die Fahrzeuglackierung.

-     Neue Materialsysteme und Lackierverfahren in der Nachkriegszeit.

-     Fischsilber- und Metalleffektlacke.

-     viele Details zur Lackiertechnik der frühen Volkswagen-, Porsche- und Jaguar-Modelle.

-     "Farbmoden" bei Motorfahrzeugen in verschiedenen Epochen und Nationen.

-     Die Farbe der Geschwindigkeit: Lackierungen im Motorsport, speziell auch der "Silberpfeil" Rennwagen.

-     Die Entwicklung von Farbnormungs-Systemen für Fahrzeuge.

-     Historische Werkzeuge, Methoden und Anlagen zur handwerklichen und industriellen

  Verarbeitung von Fahrzeuglacken.

-     Herstellungsverfahren und chemische Zusammensetzung von historischen

Beschichtungssystemen.

 

Das detaillierte Inhaltsverzeichnis zum Download finden Sie hier.


Dienstag, den 22. 8. 2017

 

Farbliches Angleichen von Teppichen

Ein immer wiederkehrendes Problem ist die Auswahl von authentischen und farblich stimmigen Teppichen für historische Fahrzeuge. So sind die hier häufig verwendeten hochwertigen Wollqualitäten mit Sisalrücken (ohne rückseitige Gummi- oder Kunststoffbeschichtung) heute nur noch über wenige Lieferanten und in einer begrenzten Anzahl von Tönen erhältlich.

Darum habe ich ein Verfahren entwickelt, mit dem solche Teppiche in einem gewissen Rahmen „getönt“ und so im Farbton angepasst werden können. Die verwendeten Lasuren sind dem Wollmaterial entsprechend lichtecht und abriebfest, ausserdem beeinflussen sie nicht die weiche Haptik der Fasern.

Heller graubeiger Wollteppich wurde nach einer Fusstütze aus dem Wagen (rechts oben) farblich an das Originalmaterial in einem Rolls Royce Silver Shadow angeglichen (1- ungetönt, 2 - getönt).

Auf diese Weise kann ein Teppich zwar nicht komplett „umgefärbt“ oder heller gemacht werden, die Behandlung ermöglicht aber ein Abdunkeln um ein bis zwei Töne sowie das gleichzeitige  Anpassen entsprechender „Farbstiche“.  Damit ist in vielen Fällen auch ein unauffälliger partieller Ersatz von Belägen möglich und noch gut erhaltene Bereiche von vorhandenem Teppich können beibehalten werden.


Donnerstag, den 14. 7. 2017

 

Debut beim Goodwood Festival of Speed

Foto: Wouter Melissen, mit freundlicher Erlaubnis von Ultimate Carpage

Nach einer besonders detailgetreuen Restaurierung in England ist diese einzigartige Ikone der Renngeschichte wieder back on the track.

Die in meiner Dissertation erarbeiteten Erkenntnisse zu Materialien und Ausführung der ursprünglichen Lackierung von Silberpfeil-Rennwagen in den 1930er Jahren und weiterführende Recherchen zur Beschichtung von Fahrzeugen der Serie W125 konnte ich in diesem Projekt für die authentische Rekonstruktion der Karosseriebeschichtung verwenden.

Bei diesem Fahrzeug ist zum ersten Mal der von Omnia entwickelte, besonders fein pigmentierte Nitrozellulose-Metalliclack eingesetzt worden (s. Beitrag vom 21. 2. 2017).  Dadurch erhielten die Oberflächen eine für diesen Fahrzeugtyp stimmige, gleichmässig-silberfarbene und leicht matte Oberfläche ohne verfälschenden Klarlacküberzug.  Gleichzeitig wurde beim Aufbau des Untergrundes, den Lackaufträgen und der Gesamtschichtdicke auf eine historisch passende Ausführung geachtet, so dass der Wagen nun bei seinen Einsätzen eine originalgetreue Gebrauchspatina ausbilden kann.